Samstag, 27. April 2019

Spieleabend mit Christian

Quantität ist nicht gleich Qualität. Tatsächlich gibt es mittlerweile kaum noch etwas, was Christian Lindner und seine FDP nicht sind. Jung, liberal, dynamisch, engagiert, digitalisiert, und jetzt auch noch magentafarben. Denn seit einiger Zeit arbeiten sie an der 20% Hürde. Nach dem erfolglosen Versuch, die Menschen wieder für schwarzweiß Fotografie zu begeistern. Wer im Hinterkopf behalten hat, dass nach dem Wahlkampf auch immer vor dem Wahlkampf ist, der dürfte jetzt schon mit Spannung eines beobachten können: Wahlkampf. Noch vor zwei Jahren war genereller Konsens des smarten Blondschopfes, dass die FDP auf Grund der speziellen Weltsicht kein Mehrheitsprogramm für Deutschland sein könne. 

Auf Europaebene gestaltet sich der Kampf um die Wahl eher wie eine Partie Siedler von Catan. Tausche drei Digitalisierung gegen 1 Klimaschutz. Da versteht man ja nur noch Chinesisch! Dabei könnte die FDP vielleicht sogar eine echte Chance sein. Thematisch haben sie ein recht ansprechendes Rundumsorglos-Paket anzubieten. Ein bisschen von allem, und hauptsache frei und selbstbestimmt. Frauen sind jetzt auch dabei. Gut irgendwo in Skandinavien abgeschaut, allerdings schlecht kopiert. Möglicherweise versuchen die selbsternannten Ritter der Marktfreiheit auch nur davon abzulenken, dass ein Wahlerfolg in den eigenen Reihen noch nicht automatisch ein Wahlerfolg in Europa ist. Grade, wenn man mit dem Begriff „Positionierung“ ähnlich viel anfangen kann, wie mit dem Spruch „links ist da, wo der Daumen rechts ist.“ 

Und nicht nur in Europa wird es eng. Ob Herr Lindner in nächster Zeit vielleicht endlich mal den Sprung zum Kanzlerkandidat wagt, bleibt abzuwarten. Zumindest arbeitet sein persönliches PR Team auf Hochdruck daran, dass es nicht allzu überraschend käme. Würde Herr Lindners Instagram Profil nur nicht mittlerweile so wirken, wir der eine Mitspieler beim Siedlern, der schon im Vorhinein laut beteuert, wie gut er in dem Spiel wäre. 


Freitag, 26. April 2019

Hör mal, wer da grillt

Kaum verwandeln sich die Wiesen wieder in überfüllte Massenanlaufpunkte zum Gesicht in die Sonne halten und Alkohol trinken, da lassen auch die Grillenden nicht lange auf sich warten. Und die Frage danach, was auf den dreibeinigen besten Freund des Menschen kommt. Auch die ersten Kommentare der Ernährungsnazis kommen verhältnismäßig schnell. Steak oder ein paar Würstchen auf den Grill werfen. Etwas anderes käme nicht in die Tüte. Das mache ja das Grillen praktisch aus. Veganer *Innen halten dagegen: Grillen wäre doch nicht per se eine Definition dafür, totes Tier zu erhitzen und anschließend mit einem Liter Ketschup, Senf und Bier hinunter zu spülen. Schon wird es unangenehm. Denn wenn Essen zur Streitfrage wird, liegt die Rechtfertigung nicht allzu fern. Pro und Kontra Argumente werden aus den hintersten Ecken der Erinnerung gekramt und Grundsätze zu Kampfansagen. Einfach aus Prinzip! Wenn da nicht die Sache mit dem Klimawandel wäre. Seit es den nämlich gibt, müssen die Grillenden und die Ernährungsnazis auch noch gut informiert sein, und sich mit Themen zur nachhaltigen Ernährung wirklich auseinandersetzen. Dabei verabschiedet sich der eigentliche Gedanke des Grillens leise durch die Gartentür: Draußen gemeinsam gut essen, weniger reden. 

Freitag, 15. März 2019

Frühlingstage


Ich komme durch die Tür und schmeiße meine Jacke in die Ecke. Du streckst deinen Kopf durch die Küchentür und lächelst. Der Tee ist fast fertig! Ich trete zu dir in die Küche und helfe dir beim Abwasch. Wie mein Tag war, willst du wissen. Gut sage ich. Gut? Fragst du. Ich erzähle von meinem Tag. Von dem Fahrradfahren in der Frühlingssonne und der schönen Musik in den Ohren. Von fremden Menschen die mir zulächeln weil sie sich angelächelt fühlen. Dabei, sage ich, lächele ich manchmal einfach vor mich hin. Wenn du gute Laune hast, sagst du. Sonst guckst du immer so kritisch. Du hast dann so eine Falte zwischen den Augen. Da! Du tippst mit deinem Zeigefinger an meine Stirn. Danke, erwidere ich. Zu freundlich! Du lachst. Ich erzähle dir, dass mir an solchen Tagen alles so leicht vorkommt. Tausend Ideen, tausend Ohrwürmer und irgendwie finde ich selbst die alte schrullige Frau an der Kasse vom Edeka ganz okay. Ich meine, sogar ein kleines Lächeln in den Tiefen ihrer Mundwinkelfalten gesehen zu haben, als ich ihr einen schönen Abend gewünscht habe. Ja, fahre ich fort. An solchen Tagen wünsche ich anderen gerne einen schönen Abend. Weil ich genau weiß, dass ich einen haben werde. Und ich ehrlich und aufrichtig der anderen Person dies auch wünsche. Mittlerweile sitzen wir im Wohnzimmer auf meinem Sofa. Gibt du mir den Tabak? Ich reiche ihn dir. Tage wie heute sind die ganzen grauen Tage wert. Dass du nachdenkst, sehe ich an deinem Blick. Sehr konzentriert. Aber, fängst du an, hat nicht auch ein grauer Tag das Potential zu einem Frühlingstag zu werden? Du schaust mich an. Weißt du, beginne ich. Glücklich sein ist so eine Sache. Entweder aktiv oder passiv. Aktiv oder was? Naja, entweder wartest du passiv auf etwas, was deiner Meinung, deinen Gefühlen nach, dem Zustand des Glücklich-Seins entspricht oder aber, ich stocke kurz, du nimmst deine Ansprüche ans Glücklich-Sein ein wenig zurück und nimmst das was grade da ist als etwas, worüber man glücklich sein kann. Das ist deine Entscheidung. Du kannst den Tag wartend verbringen oder glücklich. Sehr pathetisch!, merkst du an und willst wissen warum ich dann nicht immer glücklich bin. Wenn ich das doch so gut wissen würde. Weißt du, sage ich, wissen und das WAS man weiß auch fühlen. Das ist die Schwierigkeit. Oder hast du deine ganzen Träume bereits verwirklicht nur weil du den Spruch mit dem "Träume nicht dein, sondern..." kennst? Touché!, du grinst. Ich auch. Ich verbringe gerne Zeit mit dir, sage ich. Das ich guckt mich an. Ist das nicht die Hauptsache? 

Freitag, 14. Dezember 2018

MY BODY, MY FUCKING RULES

Ungeborene müssen vor Menschen wie mir geschützt werden. Ich würde lügen, wenn mich das nicht irgendwo getroffen hätte. Ein Kommentar unter einem Artikel von Alice Schwarzer hat tatsächlich ausgereicht, um mir eine schlaflose Nacht zu bereiten. Es geht um Artikel 219a unseres Grundgesetzes. Juristen schreien an dieser Stelle, es ginge ja um Werbung. Aber darum geht es schon längst nicht mehr. Es geht darum, dass ich als Frau kaum Möglichkeiten habe, mich anonym im Internet über einen Abbruch der Schwangerschaft zu informieren. Und natürlich will ich dabei auch in Erfahrung bringen, was der ganze Spaß kostet. Aber es ist kein Spaß.

Frau sein könnte Spaß machen, ja tatsächlich. Wäre da nicht die Sache mit den Hormonen, die mich mindestens einmal im Monat in die Knie zwingen. Das ist nicht spaßig, nein. Es macht auch keinen Spaß, nachts auf der Straße von fremden Männern angemacht zu werden. Es macht auch kein Spaß, beim Praktikum in der Autowerkstatt gesagt zu bekommen, den Autoreifen lieber nicht zu tragen. Es macht kein Spaß, mich beobachtet zu fühlen, wenn ich an der Baustelle vor meiner Tür vorbei gehe, und die Blicke einiger Männer auf mir spüre. Es macht keinen Spaß. Ich bin auch nicht automatisch lieb und nett und hübsch und süß und schon gar nicht niedlich, nur weil ich eine Muschi habe. Und ich will auch meinen Körper nicht von wildfremden Menschen bewerten lassen oder ihn erklären müssen. Das passiert Frauen tatsächlich erfahrungsgemäß häufiger als Menschen mit einem Schwanz in der Hose. Es gibt viele Dinge, die als Frau definitiv keinen Spaß machen. Es gibt keinen Umkehrschluss, der besagt, dass es für Männer dagegen immer schön ist, aufs „Mann sein“ reduziert zu werden. Männern zugeschriebene Attribute können auch sehr belastend sein, bestimmt. Aber in der Position zu sein, vom Mann „genommen“ zu werden, und oft eher als Anhängsel gesehen zu werden. Das tut weh. Mich, obwohl ich mich nicht von meiner „Rolle als Frau“ belasten lasse, mich oft zu fragen, ob ich jetzt zu laut, zu offensiv, zu sexuell, zu provokant war - ätzend. Ich greife damit nicht die ganzen lieben, wunderbaren Männer in meiner Umgebung an. Freunde, Familie. Keine Frau will direkt jeden Mann damit angreifen. Es geht um ein über Generationen vermitteltes Bild, was so stark auf uns lastet, dass es uns in die unmöglichsten Rollen und Positionen drängt.

Es bist nicht du, es ist dieses „es“, was mich zu Boden drückt. 

Es ist auch kein Spaß, zu merken, dass man beispielsweise trotz regelmäßiger Einnahme einer hormonellen Zeitbombe schwanger geworden ist, und sich nun etwas überlegen muss. Überforderung und Scham. Um diese beiden Gefühle geht es. Kein Mann, jemals, wird diesen Gefühlscocktail nachfühlen. „Es weg machen lassen“. Tabuthema. Dabei will Frau einfach, verdammt noch mal, kein Kind. Für mich als Frau ist die Tragweite eine vollkommen andere, als die des Mannes, der sein Sperma in mir abgeladen hat. Du wirst Vater. Aber niemals Mutter. Mein Leben kann damit vorbei sein, deins sich nicht einmal verändern. 

Es geht nicht darum, um auf Frau von Storch einzugehen, ein ausgewachsenes Baby zu töten, was quasi schon dem Arzt in den Händen liegt. Es geht darum, dass ich über einen medizinischen Eingriff aufgeklärt werden möchte. Dass mich jemand Ernst nimmt, ich nicht den erniedrigenden Behördengang antreten muss, um mir Informationen zu erkämpfen. Mein gutes Recht. Oder eben leider nicht. Entscheiden grade, mitunter, zwei greisenhafte alte Männer. 

Einen Zellhaufen in meinem Körper entfernen zu lassen, ist mein gutes Recht und nichts, wofür ich mich schäme. Es ist die freie Entscheidung über mein Leben. Mein Leben ist mir wichtiger, als das, eines nicht mal potentiell, theoretischen Kindes. Es ist kein Kind, es ist meine Gebärmutter. 

Ich bin kein zwei in eins. 
Egal, ob du männlich oder weiblich bist - 
Über meinen Körper darfst du nicht entscheiden.
Find dich damit ab. 

Freitag, 19. Oktober 2018

Feminismusdebatten #1


„Darf ich dir jetzt noch nicht mal mehr die Tür aufhalten?“
Oft gehört und oft daran gestoßen. Darauf möchte ich aber gleich erst eingehen. Zu erst: Feminismus ist ein Thema, über welches viel diskutiert wird. Von Frauen, so wie von Männern und von Menschen, die sich weder dem einen Geschlecht noch dem anderen zugehörig fühlen (ja, das gibt es tatsächlich, du Hinterwäldler). Hier verhält es sich genau wie bei vielen anderen Themen auch. Wenn du nicht betroffen bist, keine Frau bist, hast du leider erst mal kein angeborenes Recht dich in dieser Debatte über Frauen zu erheben. Du darfst mitreden, auf jeden Fall. Das möchten wir (Frauen) auch unbedingt. Glaube aber ja nicht, dass du das letzte Wort haben wirst. Wirst du nicht. Vielleicht verstehst du es besser, wenn ich es damit vergleiche, dass du auch niemals das letzte Wort haben wirst, wenn du mit einem Menschen mit dunklerer Hautfarbe als der deinen darüber streitest, ob dein Kommentar rassistisch war oder nicht, oder ob dein Gegenüber sich wegen des Kommentars anstellt oder nicht. Don’t. Even. Try. It. Dude. Du wirst niemals erleben, wie es sich anfühlt, auf Grund deines Geschlechtes anders behandelt zu werden. Auf Grund deines Geschlechtes, welches du dir nicht ausgesucht hast. Und nein, auch jemand, der mit einem Penis auf die Welt gekommen ist, sich damit aber nicht identifizieren kann, hat sich dies nicht ausgesucht. Feminismus will dir nichts wegnehmen, Feminismus will dich nicht einschüchtern und stellt sich auch nicht an. Wir wollen lediglich die uns zustehenden 50 Prozent von allem. Und nein, die haben wir nicht. Auch in einer Gesellschaft, die aufgeklärter ist, als sie es jemals zu vor war - zumindest in unseren Breitengraden -, gibt es viele Punkte, in denen wir Frauen, ich als Frau, nicht erst erstreiten wollen, um das zu bekommen, was wir selbstverständlicherweise besitzen sollten. Zum Beispiel, um wieder zum Anfang zurück zu kehren, das Selbstverständnis, dass ich mir die Tür selber aufhalten kann. Und möglicherweise auch will. Für mich bedeutet das nicht, dass du mir die Tür nicht auch aufhalten darfst. Es gibt Verhaltensweisen, die ich auf Grund von bestimmten zwischenmenschlichen Beziehungen genieße. Damit spreche ich allerdings in erster Linie für mich. Aber ich will das uneingeforderte, unumdiskutierte Recht haben, die Klinke selber herunter zu drücken, um durch die Tür zu gehen. Ich will keine komischen Seitenblicke und kein hinter vorgehaltener Hand gerauntes „Frauen“. Was man dann als Mann denn überhaupt noch darf, oder wie man das alles denn erkennen soll? Ich weiß nicht, aber wie ist das denn in nicht heteronormativen Beziehungen? Frau - Frau? Mann - Mann? Steht es da zur Debatte, wer wem die Tür aufhält oder wie man in Erfahrung bringt, ob dieses Türaufhalten angemessen war oder nicht? Ich behaupte: weniger. Männer, Kopf einschalten. So schwer ist es nicht. Und wenn ihr besagte zwischenmenschliche Beziehungen, welche euch sagen ob Tür aufhalten ja/nein, nicht wahrnehmt, mein persönlicher Rat: nachfragen. Seid euch dafür nicht zu schade. 

Mittwoch, 21. März 2018

4,95 €

Jedes Mal bevor die Haustür verlassen wird – ein kurzer Blick in den Spiegel. Und ein kurzer, oder auch ein etwas längerer, Zupfer an dieser oder jener Stelle. Ein genervter Blick, ein Seufzen. Und dann der Gedanke, ausgehend von andauernder Selbstzweifelei, etwas zu verändern. Nicht an den Zweifeln natürlich. Nicht an der Einstellung zu sich selbst. Eher die Form von Veränderung, bei der sich die Zahlen auf dem Konto dm-Einkaufsbedingt ändern. Und zwar um etwa 4,95 €. So viel kostet Haarfarbe. Ein Lächeln vor dem Verlassen der Haustür! Ja, mit der neuen Haarfarbe wird alles anders. Besser. Das Problem dabei ist, dass das Problem nicht die Haare sind. Oder der Lippenstift. Ganz zu schweigen von dem Pickel, den man gut, weniger gut oder gar nicht abdeckt. Noch nie hat sich jemand durch das Wechseln einer Haarfarbe grundlegend verändert. Kurzzeitig, ja. Die Stimmung vielleicht. Oder auch nicht, wenn die Haarfarbe eher Richtung Griff ins Klo als in Richtung „Wow – Wie vom Friseur!“ geht. Genau so wenig, wie man sich Selbstbewusstsein mit einer Hose anziehen, wahlweise auch ausziehen, kann. Die Gefahr bei solchen Unterfangen ist die, dass man nie weiß ob man da grade 4,95€ für ein vorgegaukeltes Selbstwertgefühl gezahlt hat oder für die alte Strickmütze. Die genau weiß, dass dies ihre Chance für einen erneuten Einsatz sein kann. Welches Ergebnis das wünschenswertere ist bleibt offen. Selbstverständlich ist es schön, sich mit einer neuen Matte auf dem Kopf toll zu fühlen. Aber wie lange hält das an? Ich kenne niemanden, der im hohen Alter von sich sagen konnte: „Und mit den Haaren, damals mit 22, da hat sich alles verändert. Positiv! Bis heute!“. Der Selbstzweifel hat sich quasi nur noch mal einen Kaffee vom Bäcker geholt. Der leider bloß einen kurzen Fußweg entfernt ist. Möglichkeit zwei – die Strickmütze. Unzufriedenheit ist gar kein Ausdruck. Der Gedanke der über Wasser hält: wächst ja raus! Ja – irgendwann. Genau wie Kurzhaarfrisuren, die irgendwann wieder zu übergangs-dann-halb-lang-fransigen-endlich-lang - Frisuren werden. Man fiebert endlos lange auf den Moment hin, auf den einen Morgen, an dem man nicht mehr das Gefühl hat die Kampflesbe geben zu müssen, nur weil die Haare es einem befehlen – weil Haare wie jeder weiß, auch den Charakter, die Person, ändern. Diesen einen Morgen... Gibt es natürlich nicht. Und plötzlich steht man mit halblangen Haaren da und merkt, dass sich rein gar nichts verändert hat. Außer vielleicht die eigene Geduld und das Shampoo (Jetzt dann das für schnell fettenden Haaransatz und trockene Längen!). Da beschleicht einen die Idee, nur der Ansatz der Idee, das die bessere Investition der 4,95€ die in einen guten Kaffee gewesen wäre. Um ihn beim sich hinsetzen und über sich nachdenken trinken zu können. Nachdenken darüber, dass keine Haarfarbe, keine Frisur, kein nichthalbganz abgedeckter Pickel, keine Jeans – nichts!, dass nicht wirklich etwas an dir ändert. Am Charakter, an den Menschen die einen mögen, an Zweifeln, Ängsten oder schlechten Tagen. Eine Kurzhaarfrisur macht in den seltensten Fällen eine Kampflesbe aus einem und eine Jeans wird kaum dein Selbstbewusstsein verändern. Aber vielleicht ist dies alles, diese ganzen 4,95 mal X Euro die man in seinem Leben für Veränderung ausgibt, doch für etwas gut. Und zwar für diesen kleinen Moment des Nachdenkens. In dem eine Ahnung davon bekommt, dass Veränderung etwas ist, was in einem drin passiert – und die Haarfarbe bloß für einen kleinen Moment die Zweifel weg färben kann.