Freitag, 26. April 2019

Hör mal, wer da grillt

Kaum verwandeln sich die Wiesen wieder in überfüllte Massenanlaufpunkte zum Gesicht in die Sonne halten und Alkohol trinken, da lassen auch die Grillenden nicht lange auf sich warten. Und die Frage danach, was auf den dreibeinigen besten Freund des Menschen kommt. Auch die ersten Kommentare der Ernährungsnazis kommen verhältnismäßig schnell. Steak oder ein paar Würstchen auf den Grill werfen. Etwas anderes käme nicht in die Tüte. Das mache ja das Grillen praktisch aus. Veganer *Innen halten dagegen: Grillen wäre doch nicht per se eine Definition dafür, totes Tier zu erhitzen und anschließend mit einem Liter Ketschup, Senf und Bier hinunter zu spülen. Schon wird es unangenehm. Denn wenn Essen zur Streitfrage wird, liegt die Rechtfertigung nicht allzu fern. Pro und Kontra Argumente werden aus den hintersten Ecken der Erinnerung gekramt und Grundsätze zu Kampfansagen. Einfach aus Prinzip! Wenn da nicht die Sache mit dem Klimawandel wäre. Seit es den nämlich gibt, müssen die Grillenden und die Ernährungsnazis auch noch gut informiert sein, und sich mit Themen zur nachhaltigen Ernährung wirklich auseinandersetzen. Dabei verabschiedet sich der eigentliche Gedanke des Grillens leise durch die Gartentür: Draußen gemeinsam gut essen, weniger reden. 

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